Die Aufnahme zum Medizinstudium erfolgt in Deutschland nach unterschiedlichen Aufnahmekriterien, die sich von Universität zu Universität unterscheiden. Dabei werden seit dem Jahr 2020 genau 30% der Studienbewerber zum Studium zugelassen, die die Abiturbestenquote erreichen. 60 % der Studienplätze werden nach den jeweiligen Aufnahmekriterien der Universität vergeben und 10 % der Studienplätze sind für Bewerber reserviert sind, die eine sogenannte Zusätzliche Eignungsquote (ZEQ) erfüllen. Die altbekannte Wartelistenquote ist durch die Einführung des ZEQ obsolet.

hochschulstart.de Bewerbungszulassung im Fach Medizin
Bewerbungsverfahren Medizin in Deutschland. Quelle: hochschulstart.de

1. Abiturbestenquote (30%)

Um über den Numerus Clausus an einen Studienplatz zu gelangen braucht man, je nach Bundesland, einen Notendurchschnitt von 0,9 bis 1,3. Dazu werden zunächst Landeslisten der 16 Bundesländer gebildet, sodass nur Bewerberinnen und Bewerber konkurieren, die ihr Abitur im selben Bundesland erworben haben. Anschließend werden die Bewerber in eine gemeinsame Bundesliste geführt. (Unterschiede bei den Abiturnoten werden durch einen Ausgleichsmechanismus aufgefangen.) Zuletzt wird für jedes Studienangebot eine Rangliste erstell, nach der die Studienplätze vergeben werden. (Quelle und weitere Informationen über die Studienplatzvergabe: https://www.hochschulstart.de/fileadmin/media/epaper/hilfe20-21/hilfe-zur-bewerbung-20-21/index.html#p=6)

2. Zusätzliche Eignungsquote (10%)

Die zusätzliche Eignungsquote (ZEQ) soll auch Studienbewerbern, die keine ausgezeichneten Noten aufweisen können, die Chance geben, einen Studienplatz zu erhalten. Die Quote berücksichtigt hierbei fachspezifische Ausbildungen und Fähigkeiten, die ein Bewerber neben der klassischen Schulbildung erworben hat. Um einen Studienplatz über die zusätzliche Eignungsquote zu bekommen sind die folgenden notenunabhängigen Auswahlkriterien von Bedeutung:

  • Fachspezifische Studieneignungstests
  • Interviews und Auswahlgespräche
  • Wartezeitübergangsregelung
  • Abgeschlossene Berufsausbildung und Berufstätigkeiten in einem anerkannten Ausbildungsberuf
  • Besondere Fähigkeiten, Vorbildungen, außerschulische Leistungen, ehrenamtliche Tätigkeiten

3. Hochschulquote (60%)

60 % der Interessenten für ein Medizinstudium bekommen die Zulassung über die Auswahlkriterien der einzelnen Hochschulen. Ausgewählt werden die Bewerberinnen und Bewerber anhand verschiedener Kriterien. Diese können sein:

  • Fachspezifische Studieneignungstests
  • Mündliche Verfahren und Auswahlgespräche
  • Ergebnisse der Hochschulzugansberechtigung
  • Eine abgeschlossene Berufsausbildung und Berufstätigkeiten in einem ankerkannten Ausbildungsberuf
  • Besondere Fähigkeiten, Vorbildungen, außerschulische Leistungen, ehrenamtliche Tätigkeiten

Wartesemester werden nur noch bedingt berücksichtigt. Wer diese Kriterien nicht erfüllt, hat dennoch Möglichkeiten gleich nach dem Abitur mit eine Medizinstudium zu beginnen.

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