Medizinstudium im Ausland – alle Infos & Kontakte

Medizin im Ausland studieren

In Deutschland kommen jedes Jahr wieder auf einen Studienplatz im Fach Medizin durchschnittlich 10 Bewerber. In vielen Bundesländern liegt die notwendige Numerus Clausus, also Abiturdurchschnittsnote bei 1,1 oder 1,2, um überhaupt eine Chance auf einen Studienplatz zu bekommen. Wer keine Spitzennoten vorzuweisen hat, muss sich auf lange Wartezeiten gefasst machen. Doch es gibt eine Alternative zu der langen Wartezeit auf einen Studienplatz: ein Medizinstudium im Ausland!

Besonders Medizinstudiengänge an Hochschulen in osteuropäischen Ländern erfreuen sich wachsender Beliebtheit. Das liegt zum einen daran, dass immer neue Hochschulen in Ländern wie Tschechien, Polen, Lettland, der Slowakei, Rumänien oder Ungarn englischsprachige Medizinstudiengänge ins Leben rufen. Zum anderen gibt es dort weniger Bewerber auf einen Studienplatz.

Mittlerweile haben sich einige Agenturen darauf spezialisiert, junge Menschen mit wenig Chancen auf einen deutschen Studienplatz, einen Studienplatz an einer ausländischen Hochschule zu vermitteln.

Wir stellen auf dieser Seite die Studiensysteme für das Studienfach Medizin in vielen Ländern vor und präsentieren diverse Universitäten im Profil, Dazu geben wir jedem Interessierten die Möglichkeit, die deutschen Repräsentanten dieser Hochschulen zu kontaktieren und ein Infopaket anzufordern.

Ziel ist es mit dieser Webseite, neue Wege für diejenigen aufzuzeigen, die aufgrund ihres Abiturdurchschnitts der Zugang zum deutschen Medizinstudium verwehrt bleibt.

Die neuesten Medizin-Universitäten im Ausland

Möchtest du die folgenden Hochschulen nach Land und Studiengebühren filtern? Dann schau doch in unsere Uni-Suche!

Agenturen zur Vermittlung von Medizin-Studienplätzen

MSA Medizin-Studium-Ausland.de

MSA – Medizin Studium Ausland

MSA - Medizinstudium im Ausland ist eine Studienplatzagentur mit Sitz im niedersächsischen Hameln und ist eine Unternehmung der cegom GmbH ...
Weiterlesen …
MCV Vermittlung

MCV.Vermittlung Pislea & Heinrich OHG

MCV.Vermittlung ist eine in Truchtlaching ansässige deutsche Agentur für Studienplatzvermittlungen in den Fächern Medizin, Zahnmedizin und Veterinärmedizin. Sie wurde ursprünglich ...
Weiterlesen …
College Contact

College Contact

College Contact ist eine der ältesten Agenturen zur Vermittlung von Studienplätzen im Ausland und existiert seit 1998 mit Hauptsitz in ...
Weiterlesen …
StudiMed Screenshot

StudiMed

StudiMed existiert seit etwa 2011 und hat seinen Hauptsitz in Köln. StudiMed vermittelt vor allem Studienplätzen im Ausland, sieht sich ...
Weiterlesen …

FAQs zum Medizinstudium im Ausland

Wo ist ein Medizinstudium im Ausland möglich?

Grundsätzlich kann man ein Medizinstudium natürlich weltweit beginnen. Allerdings ist ein Medizinstudium nur in bestimmten Ländern sinnvoll, wenn folgende Gesichtspunkte berücksichtigt werden sollen:
1) Aufnahmebedingungen: In Deutschland ist das Studium an den Numerus Clausus gebunden, in anderen Ländern ist das eher nicht der Fall sondern die Aufnahme ist gebunden an Kriterien wie Zensurendurchschnitt, Aufnahmetest, Sprachtest usw.
2) Höhe der Kosten: in Form von Studiengebühren und Kosten für Kost und Logis (Lebenshaltungskosten im Land beachten)
3) Unterrichtssprache: Grundsätzlich empfehlen sich für das Studium natürlich deutsch- oder englischsprachige Länder, oder zumindest das Studium, welches in Deutsch oder Englisch abgehalten wird.
4) Anerkennung: Die Approbation sollte in Deutschland ankerkannt werden können, was aus einem Land der EU beziehungsweise der Schweiz grundsätzlich möglich und einfacher ist, als aus dem Ausland.
5) Studienplätze: die jeweiligen Hochschulen müssen Studienplätze für Ausländer bieten können.

Fazit: In Ländern Osteuropas kommen viele Kriterien zusammen: die Unterrichssprache ist vielfach Englisch (manchmal sogar Deutsch), die Lebenshaltungskosten gering und die Approbation kann relativ einfach anerkannt werden. Deshalb zieht es immer mehr Studierende nach Polen, Rumänien, Lettland, Kroatien, Litauen, Türkei, Ungarn, Bulgarien, Slowakei, Russland, Zypern, Bosnien und Herzegowina, weil sich dort Studienplätze anbieten.

Wie unterscheidet sich das Medizinstudium im Ausland vom deutschen?

Die größten Unterschiede eines Medizinstudiums in Deutschland vs. im Ausland sind die folgenden:

1. Höhere Chancen auf einen Studienplatz
Wer in Deutschland einen Studienplatz für ein Medizinstudium erhalten möchte, muss den Numerus Clausus erfüllen oder eine sehr langer Wartezeit akzeptieren. Im Ausland gibt es keinen Numerus Clausus und es in der Regel einfacher, an einen Studienplatz zu gelangen.

2. Höhere Kosten im Ausland
Die Kosten eines Medizinstudiums im Ausland sind mit recht hohen Studiengebühren verbunden, die in Deutschland nur an Privatuniversitäten verlangt werden.

3. Unterricht in Landessprache oder Englisch
In der Regel findet Unterricht in der Landessprache statt, einige Unis im Ausland bieten aber auch Englisch als Unterrichtssprache an. Vereinzelt sind sogar deutsche Studiengänge in Medizin im Angebot.

Wie hoch sind die Kosten für ein Medizinstudium im Ausland?

1. Studiengebühren
Die Kosten für ein Medizinstudium variieren pro Land und Universität. An Universitäten in Osteuropa zahlt man pro Semester im Normalfall zwischen 3000 und 9000 Euro. Je nach Universität sind auch die Zahlungsmodalitäten unterschiedlich. Einige Universitäten verlangen den Gesamtbetrag für ein Jahr schon zu Beginn des Jahres. Andere rechnen die Gebühr pro Semester ab.

2. Lebenshaltungskosten
Die Kosten für Wohnen, Essen usw. hängen selbstverständlich stark von den eignen Gewohnheiten ab. Generell kann in Osteuropa aber mit deutlich niedrigeren Lebenshaltungskosten gerechnet werden als in Deutschland. Die Lebenshaltungskosten in einer kleinen bis mittelgroßen Stadt in Osteuropa liegen monatlich zwischen 400 und 700 Euro. Teurer wird es, wenn man in die Hauptstädte, z. B. nach Riga oder Warschau, geht.

3. Vermittlungsgebühren
Benötigt man bei der Bewerbung um einen Medizinstudienplatz im Ausland Hilfe, fällt zusätzlich noch eine Vermittlungsgebühr für die unterstützende Agentur an. Diese kostet bei den meisten Agenturen so viel wie zwei Semesterbeiträge.

Welches Gesetz regelt die Anerkennung eines Medizinstudiums in Deutschland?

Die EU-Anerkennungsrichtlinie regelt grundsätzlich die Anerkennung des Medizinstudiums und die Zugangsvoraussetzungen für den freien Arbeitsmarkt. Die Gebühren für das Verfahren einer Anerkennung eines Medizinstudiums kann zwischen 100 und 600 Euro, wobei die Kosten je nach Aufwand variieren können (beispielsweise für Übersetzungen).

Was sind die Voraussetzungen für eine Anerkennung eines Medizinstudiums aus dem Ausland in Deutschland?

Die Approbation wird nur erteilt, wenn die Gleichwertigkeit des Medizinstudiums im Aus- und Inland festgestellt wird. Der Antrag auf Anerkennung eines Medizinstudiums kann nur gestellt werden, wenn eine entsprechende Qualifikation und eine Aufenthalts- und Arbeitserlaubnis für Deutschland vorliegen. Zusätzlich darf sich der Antragsteller kein Verhalten zu Schulden kommen lassen haben, aus dem sich die Unzulässigkeit eines medizinischen Berufes ableiten lässt. Sie dürfen aus gesundheitlichen Gründen nicht für den Beruf ungeeignet sein.

Kann man ein Medizinstudium per Fernstudium studieren?

Nein, man kann Medizin nicht per Fernstudium studieren. Dies hat jedoch gute Gründe: Auf dem Praxisanteil im Medizinstudium liegt ein großer Fokus – dort lernt man das Sezieren, kann sich die Anatomie des Menschen an Modellen erklären und bekommt wichtige Techniken gezeigt, die man dann selbst anwenden muss. Dies ist nur sehr schwer bis gar nicht reproduzierbar, wenn man nicht vor Ort und vielleicht auch noch an einen Nebenjob gebunden ist. So werden Fernstudien oft belegt, um neben dem Voll- oder Teilzeitjob studieren zu können. Jedoch benötigt ein Medizinstudium die volle Aufmerksamkeit des Studenten, da es extrem zeitaufwendig ist. Am Ende sollen die Absolventen ja als kompetente Ärzte die Universität verlassen.

Wer prüft die Qualität eines Medizinstudiums im Ausland?

Das Studium der Human-, Tier- oder Zahnmedizin im Ausland ist insbesondere bei Studenten und Studentinnen beliebt, deren Numerus Clausus in Deutschland nicht für ein Medizinstudium ausreicht.

Wer im Ausland Medizin studiert und das Studium dort erfolgreich abgeschlossen hat und in Deutschland als Arzt arbeiten möchte, muss in Deutschland einen Antrag auf Approbation stellen.

Die zuständige Stelle (in der Regel das Landesprüfungsamt sowie die zuständige Ärztekammer) prüft zunächst, ob die Qualität des Auslandsstudiums der einer deutschen Universität äquivalent und der Studienabschluss aus dem Ausland gleichwertig ist.

Es gibt dann zwei Optionen, wie die zuständige Stelle entscheiden kann: entweder wird in dem kostenpflichtigen Verfahren festgestellt, dass der Abschluss als gleichwertig anerkannt werden kann. Dann kann die deutsche Approbation erteilt werden. Falls der Abschluss nicht gleichwertig ist, kann die zuständige Stelle eine Prüfung nach deutschen Maßstäben ansetzen. Wird diese Prüfung bestanden, kann ebenfalls die deutsche Approbation erteilt werden.

Eine ähnliche Regelung gilt für einzelne Scheine. Dann muss jedoch die deutsche Universität, an der der Student oder die Studentin weiterstudiert und an der das Examen abgelegt werden soll die Qualität dieser scheinpflichtigen Studieninhalte aus dem Ausland prüfen und dann entscheiden, ob der Schein aus dem Ausland anerkannt werden kann oder ob der Schein an der deutschen Universität nachgeholt werden muss.

Normalerweise werden Abschlüsse insbesondere der osteuropäischen Universitäten anerkannt. Studenten sollten jedoch immer im Vorfeld mit der zuständigen Stelle prüfen, ob die Qualität des Auslandsstudiums ausreicht die deutsche Approbation zu erlangen. So können Überraschungen und Missverständnisse vermieden werden.