Medizinstudium

Die Plätze für das Medizinstudium in Deutschland sind heiß umkämpft und nicht immer klappt es beim ersten Anlauf. Die Zahl der Bewerber liegt regelmäßig weit über dem Angebot an Studienplätzen. In Deutschland kommen pro Semester auf einen Studienplatz im Fach Medizin durchschnittlich 8 Bewerber. Bei der Studienplatzvergabe im Rahmen der Zulassung, werden die Studienplätze für Human-, Tier und Zahnmedizin über ein sogenanntes Quotenmodell vergeben. Dabei werden 30% der Plätze über die Abiturbestenquote, 10% über eine zusätzliche Eignungsquote und 60% über das Auswahlverfahren der Hochschulen vergeben. Um in Deutschland direkt nach dem Abitur mit dem Medizinstudium zu beginnen, braucht es in der Regel sehr gute Noten, ein sehr gutes Abschneiden bei den sogenannten fachspezifischen Studieneignungstest oder eine abgeschlossenen Berufsausbildung.

Doch auch wenn die Zulassung zum Medizinstudium verwehrt wird, gibt es Möglichkeiten ein Medizinstudium zu beginnen: Ein Medizinstudium im Ausland!

Wir stellen auf dieser Seite die Studiensysteme für das Studienfach Medizin in vielen Ländern vor und präsentieren diverse Universitäten im Profil, Dazu geben wir jedem Interessierten die Möglichkeit, die deutschen Repräsentanten dieser Hochschulen zu kontaktieren und ein Infopaket anzufordern. Ziel ist es mit dieser Webseite, neue Wege für diejenigen aufzuzeigen, denen aufgrund der deutschen Zulassungsbedingungen der Zugang zum deutschen Medizinstudium verwehrt bleibt.

Beratung zum Medizinstudium im Ausland

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Welche Vorteile hat ein Auslandsstudium in Medizin?

Zahnarzt werden

Ein Studium im Ausland in Humanmedizin, Tiermedizin oder Zahnmedizin ist eine ausgezeichnete Möglichkeit, das Medizinstudium so schnell wie möglich direkt nach dem Abitur zu beginnen, insbesondere wenn die Aufnahme an einer deutschen Universität fraglich ist. Mit einer Ausbildung im Ausland kann man theoretische und praktische Erfahrungen sammeln, die einem im späteren Studium weiterhelfen. Neben verbesserten Sprachkenntnissen etabliert man sein internationales Denken, welches einen ein Leben lang begleitet.

Dabei sind die Studienbedingungen an vielen ausländischen Universitäten oftmals wesentlich besser als in Deutschland. Besonders Hochschulen mit hohen Studiengebühren in Osteuropa bieten in der Regel exzellente Rahmenbedingungen, wobei individuell auf einzelne Studenten eingegangen werden kann. Auch der Praxisteil des Studium ist oft besser organisiert als in Deutschland. So haben die meisten Studenten ihre eigene Leiche für die praktischen Übungen, während sich in Deutschland mehrer Studenten einen Leiche teilen müssen. Mit diesem Wissen schafft man eine ausgezeichnete Ausgangsposition, um ggf. ein Studium in Deutschland nach dem Physikum fortzuführen über einen Quereinstieg. Aber natürlich kann man innerhalb Europas sein Medizinstudium im Ausland auch abschließen und mit dem Studienabschluss in Deutschland praktizieren – ein europäisches Abkommen über die Anerkennung von Studienabschlüssen sei Dank.

Welche Länder eignen sich besonders gut für ein Medizinstudium?

In beinahe allen europäischen Ländern gibt es mehr Bewerber als Plätze für den Bereich Medizin. Die Auswahlverfahren sind hierbei unterschiedlich und umfassen neben Aufnahmeprüfungen auch Sprachtests und Interviews. Zudem verlangen viele Universitäten Studiengebühren, die oftmals zur Gänze vor Semesterbeginn bezahlt werden müssen.

Besonders attraktiv für deutsche Studierende sind hierbei Universitäten in Osteuropa wie zum Beispiel Ungarn, Lettland, Tschechien, Rumänien, Polen oder Litauen. Diese bieten den theoretischen Teil der Ausbildung meist in Englisch an, wobei das Betreuungsangebot besonders bei Hochschulen mit Studiengebühren ganz ausgezeichnet ist. Die Kosten pro Semester liegen jedoch zwischen 3.000 bis 12.000 Euro im europäischen Ausland, wobei man zusätzlich noch Geld benötigt, um den Lebensunterhalt zu bestreiten.

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Kosten des Medizinstudiums im Ausland

An den ausländischen Hochschulen verlangt man Studiengebühren – und das nicht nur für den Studiengang Medizin. Die Kosten für ein Medizinstudium differieren natürlich von Land zu Land und danach, ob es sich um eine staatliche oder private Hochschule handelt. Neben den Studiengebühren sollte man allerdings die Lebenshaltungskosten eines Studiums mit einkalkulieren. Gerade an den Universitäten in Osteuropa (Bulgarien, Kroatien, Litauen, Tschechien, Litauen) kommt man aber mit geringeren Lebenshaltungskosten aus als in Deutschland.

Die nachfolgende Liste gibt die ungefähren Kosten in den jeweiligen Studienländern für ein Humanmedizin-Studium an. Die Angaben beziehen sich auf 1 Studienjahr und können nach unten und oben abweichen:

LandStudiengebühren pro Jahr (im Schnitt)
Bulgarien8.500 Euro
Italien2.500 Euro
Kroatien10.000 Euro
Lettland11.000 Euro
Litauen10.000 Euro
Niederlande4.500 Euro
Österreichkeine Studiengebühren
Polen12.000 Euro
Rumänien6.000 Euro
Schweiz2.500 Euro
Slowakei10.000 Euro
Ungarn14.000 Euro
Zypern16.000 Euro

Was gilt es bei einem Auslandsstudium-Medizin zu beachten?

Ärzteteam

Für ein Studium im Ausland gilt es, den Lebensmittelpunkt ins Ausland zu verlegen. Zudem benötigt man meist, unabhängig vom gewählten Zielland, Kenntnisse in Latein. An einigen Universitäten muss auch ein Sprachtest in der jeweiligen Landessprache abgelegt werden. Dazu werden in der Regle Vorbereitungskurse angeboten.

Damit man nach einigen Jahren an der ausländischen Universität auch sicher einen der begehrten Plätze an einer deutschen Hochschule bekommt, sollte man sich außerdem vorab darüber informieren, ob die Studienleistungen, die an der ausländischen Universität erbracht werden, auch zur Gänze in Deutschland anerkannt werden – entweder den Studienabschluss für den Beruf oder im Rahmen der Anerkennung von Leistungsnachweisen bei der Rückkehr nach Deutschland und dann Quereinstieg ins deutsche Medizinstudium. Zur Finanzierung des Studiums hat man wiederum die Option, Auslands-BAföG zu beantragen. Zusätzlich gibt es auch einige Förderprogramme, wie beispielsweise Promos oder Erasmus, wobei diese an unterschiedliche Bedingungen geknüpft sind.

Medizinstudium ohne NC und Wartezeit

Medizinstudienplätze sind seit jeher sehr umkämpft. Leider bleiben die meisten Studienplätze jenen jungen Menschen vorbehalten, die gute Schulleistungen erbracht haben und einen dementsprechend guten Abiturnotendurchschnitt vorweisen können. Der Numerurs Clausus (NC) liegt seit Jahren bei ca. 1,2. Wer diesen Notendurchschnitt nicht vorweisen kann, für den sieht es auf den ersten Blick eher schlecht aus, das Medizinstudium in Deutschland beginnen zu können.

Einige hoffen in diesem Fall, über die Wartezeitenquote einen Studienplatz zu bekommen. Lange Zeit war es nämlich so, dass man mit genügend Wartesemestern irgendwann automatisch die Zulassung erhalten hat. In der Regel mussten sich dafür ca. 15 Wartesemester anhäufen, in denen man nicht an einer Uni eingeschrieben sein durfte.

Mit einer neuen Regelung, die es seit 2020 gibt, möchte man jedoch die langen Wartezeiten verhindern. Und auch jenen, die die NC-Kriterien nicht erfüllen, möchte man besseren Chancen auf einen Studienplatz für ein Medizinstudium in Deutschland einräumen. So hat man eine sogenannte Eignungsquote (ZEQ) ins Leben gerufen. Über diese Quote sollen ab 2020 10 % aller Medizinstudienplätze vermittelt werden, wobei im Wesentlichen drei Kriterien berücksichtigt werden:

  • Die Ergebnisse eines Studierfähigkeitstests
  • Eine abgeschlossene Berufsausbildung in einem medizinisch relevanten Beruf
  • Geleistete Dienste wie z.B. ein freiwilliges soziales Jahr

Da aber leider auch durch diese Konsequenz nicht jedem Interessenten ein Medizinstudienplatz gesichert werden kann, bleibt die Alternative eines Medizinstudiums im Ausland weiterhin eine attraktive Ausweichmöglchkeit.

FAQs zum Medizinstudium im Ausland

Wo ist ein Medizinstudium im Ausland möglich?

Grundsätzlich kann man ein Medizinstudium natürlich weltweit beginnen. Allerdings ist ein Medizinstudium nur in bestimmten Ländern sinnvoll, wenn folgende Gesichtspunkte berücksichtigt werden sollen:
1) Aufnahmebedingungen: In Deutschland ist das Studium an den Numerus Clausus gebunden, in anderen Ländern ist das eher nicht der Fall sondern die Aufnahme ist gebunden an Kriterien wie Zensurendurchschnitt, Aufnahmetest, Sprachtest usw.
2) Höhe der Kosten: in Form von Studiengebühren und Kosten für Kost und Logis (Lebenshaltungskosten im Land beachten)
3) Unterrichtssprache: Grundsätzlich empfehlen sich für das Studium natürlich deutsch- oder englischsprachige Länder, oder zumindest das Studium, welches in Deutsch oder Englisch abgehalten wird.
4) Anerkennung: Die Approbation sollte in Deutschland ankerkannt werden können, was aus einem Land der EU beziehungsweise der Schweiz grundsätzlich möglich und einfacher ist, als aus dem Ausland.
5) Studienplätze: die jeweiligen Hochschulen müssen Studienplätze für Ausländer bieten können.

Fazit: In Ländern Osteuropas kommen viele Kriterien zusammen: die Unterrichssprache ist vielfach Englisch (manchmal sogar Deutsch), die Lebenshaltungskosten gering und die Approbation kann relativ einfach anerkannt werden. Deshalb zieht es immer mehr Studierende nach Polen, Rumänien, Lettland, Kroatien, Litauen, Türkei, Ungarn, Bulgarien, Slowakei, Russland, Zypern, Bosnien und Herzegowina, weil sich dort Studienplätze anbieten.

Wie unterscheidet sich das Medizinstudium im Ausland vom deutschen?

Die größten Unterschiede eines Medizinstudiums in Deutschland vs. im Ausland sind die folgenden:

1. Höhere Chancen auf einen Studienplatz
Wer in Deutschland einen Studienplatz für ein Medizinstudium erhalten möchte, muss den Numerus Clausus erfüllen oder eine sehr langer Wartezeit akzeptieren. Im Ausland gibt es keinen Numerus Clausus und es in der Regel einfacher, an einen Studienplatz zu gelangen.

2. Höhere Kosten im Ausland
Die Kosten eines Medizinstudiums im Ausland sind mit recht hohen Studiengebühren verbunden, die in Deutschland nur an Privatuniversitäten verlangt werden.

3. Unterricht in Landessprache oder Englisch
In der Regel findet Unterricht in der Landessprache statt, einige Unis im Ausland bieten aber auch Englisch als Unterrichtssprache an. Vereinzelt sind sogar deutsche Studiengänge in Medizin im Angebot.

Wie hoch sind die Kosten für ein Medizinstudium im Ausland?

1. Studiengebühren
Die Kosten für ein Medizinstudium variieren pro Land und Universität. An Universitäten in Osteuropa zahlt man pro Semester im Normalfall zwischen 3000 und 12000 Euro. Je nach Universität sind auch die Zahlungsmodalitäten unterschiedlich. Einige Universitäten verlangen den Gesamtbetrag für ein Jahr schon zu Beginn des Jahres. Andere rechnen die Gebühr pro Semester ab.

2. Lebenshaltungskosten
Die Kosten für Wohnen, Essen usw. hängen selbstverständlich stark von den eignen Gewohnheiten ab. Generell kann in Osteuropa aber mit deutlich niedrigeren Lebenshaltungskosten gerechnet werden als in Deutschland. Die Lebenshaltungskosten in einer kleinen bis mittelgroßen Stadt in Osteuropa liegen monatlich zwischen 400 und 700 Euro. Teurer wird es, wenn man in die Hauptstädte, z. B. nach Riga oder Warschau, geht.

3. Vermittlungsgebühren
Benötigt man bei der Bewerbung um einen Medizinstudienplatz im Ausland Hilfe, fällt zusätzlich noch eine Vermittlungsgebühr für die unterstützende Agentur an. Diese kostet bei den meisten Agenturen so viel wie zwei Semesterbeiträge.

Welches Gesetz regelt die Anerkennung eines Medizinstudiums in Deutschland?

Die EU-Anerkennungsrichtlinie regelt grundsätzlich die Anerkennung des Medizinstudiums und die Zugangsvoraussetzungen für den freien Arbeitsmarkt. Die Gebühren für das Verfahren einer Anerkennung eines Medizinstudiums kann zwischen 100 und 600 Euro, wobei die Kosten je nach Aufwand variieren können (beispielsweise für Übersetzungen).

Was sind die Voraussetzungen für eine Anerkennung eines Medizinstudiums aus dem Ausland in Deutschland?

Die Approbation wird nur erteilt, wenn die Gleichwertigkeit des Medizinstudiums im Aus- und Inland festgestellt wird. Der Antrag auf Anerkennung eines Medizinstudiums kann nur gestellt werden, wenn eine entsprechende Qualifikation und eine Aufenthalts- und Arbeitserlaubnis für Deutschland vorliegen. Zusätzlich darf sich der Antragsteller kein Verhalten zu Schulden kommen lassen haben, aus dem sich die Unzulässigkeit eines medizinischen Berufes ableiten lässt. Sie dürfen aus gesundheitlichen Gründen nicht für den Beruf ungeeignet sein.

Kann man ein Medizinstudium per Fernstudium studieren?

Nein, man kann Medizin nicht per Fernstudium studieren. Dies hat jedoch gute Gründe: Auf dem Praxisanteil im Medizinstudium liegt ein großer Fokus – dort lernt man das Sezieren, kann sich die Anatomie des Menschen an Modellen erklären und bekommt wichtige Techniken gezeigt, die man dann selbst anwenden muss. Dies ist nur sehr schwer bis gar nicht reproduzierbar, wenn man nicht vor Ort und vielleicht auch noch an einen Nebenjob gebunden ist. So werden Fernstudien oft belegt, um neben dem Voll- oder Teilzeitjob studieren zu können. Jedoch benötigt ein Medizinstudium die volle Aufmerksamkeit des Studenten, da es extrem zeitaufwendig ist. Am Ende sollen die Absolventen ja als kompetente Ärzte die Universität verlassen.

Wer prüft die Qualität eines Medizinstudiums im Ausland?

Das Studium der Human-, Tier- oder Zahnmedizin im Ausland ist insbesondere bei Studenten und Studentinnen beliebt, deren Numerus Clausus in Deutschland nicht für ein Medizinstudium ausreicht.

Wer im Ausland Medizin studiert und das Studium dort erfolgreich abgeschlossen hat und in Deutschland als Arzt arbeiten möchte, muss in Deutschland einen Antrag auf Approbation stellen.

Die zuständige Stelle (in der Regel das Landesprüfungsamt sowie die zuständige Ärztekammer) prüft zunächst, ob die Qualität des Auslandsstudiums der einer deutschen Universität äquivalent und der Studienabschluss aus dem Ausland gleichwertig ist.

Es gibt dann zwei Optionen, wie die zuständige Stelle entscheiden kann: entweder wird in dem kostenpflichtigen Verfahren festgestellt, dass der Abschluss als gleichwertig anerkannt werden kann. Dann kann die deutsche Approbation erteilt werden. Falls der Abschluss nicht gleichwertig ist, kann die zuständige Stelle eine Prüfung nach deutschen Maßstäben ansetzen. Wird diese Prüfung bestanden, kann ebenfalls die deutsche Approbation erteilt werden.

Eine ähnliche Regelung gilt für einzelne Scheine. Dann muss jedoch die deutsche Universität, an der der Student oder die Studentin weiterstudiert und an der das Examen abgelegt werden soll die Qualität dieser scheinpflichtigen Studieninhalte aus dem Ausland prüfen und dann entscheiden, ob der Schein aus dem Ausland anerkannt werden kann oder ob der Schein an der deutschen Universität nachgeholt werden muss.

Normalerweise werden Abschlüsse insbesondere der osteuropäischen Universitäten anerkannt. Studenten sollten jedoch immer im Vorfeld mit der zuständigen Stelle prüfen, ob die Qualität des Auslandsstudiums ausreicht die deutsche Approbation zu erlangen. So können Überraschungen und Missverständnisse vermieden werden.

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